Das Gartenjahr


Januar

  1. Gut geplant ist halb gepflanzt, deshalb sind Papier und Stift die idealen Gartenwerkzeuge, solange es draußen nichts zu tun gibt. Jetzt ist noch die Zeit Neuanpflanzungen zu überlegen, Gestaltungsideen zu skizzieren und die Belegungen der Gartenbeete zu Papier zu bringen. Gute Gartenbücher und Kataloge liefern Inspiration und Information und helfen die optimalen Arten und Sorten auszuwählen. So wird aus einer Wunschliste allmählich ein konkreter Gestaltungsplan für das neue Gartenja
  2. Jetzt ist noch genügend Zeit, sich Gedanken über die Bepflanzung im kommenden Frühjahr zu machen. Im Gartencenter findet sich eine große Auswahl an Saatgut. Sollten noch Samen aus dem Vorjahr da sein, kann man eine Keimprobe machen, um festzustellen ob diese noch keimfähig sind. Hierzu schüttet man 10 – 20 Körner auf ein feuchtes Krepptuch. Wenn weniger als 50% in der angegebenen Zeit keimen, ist es besser frisches Saatgut zu kaufen.
  3. Die kalte Jahreszeit ist gut geeignet, um seine Gartengeräte zu reinigen und zu warten oder ggfls. warten zu lassen, damit man im Frühjahr gleich ohne Verzögerung loslegen kann.
  4. Kübelpflanzen brauchen auch im Winter eine gewisse Pflege. Oleander und andere Immergrüne dürfen nicht austrocknen, deshalb sollte der Erdballen kontrolliert werden. Besondere Aufmerksamkeit widmet man den Blättern und Trieben, da sich gerade im Winter Schädlinge wie Spinnmilben, Woll- und Schildläuse schnell ausbreiten. Sobald sich erste Symptome, wie kleine Flecken auf den Blättern, klebrige Beläge am Laub oder feine Gespinste an den Triebspitzen zeigen, müssen die Pflanzen separat gestellt und behandelt werden.
  5. Manchen Immergrünen setzt nicht so sehr die Kälte als vielmehr der Wechsel von Wintersonne und Nachtfrösten zu. An sonnigen Standorten werden sie mit Gewebematten oder Fichtenzweigen schattiert. Bei milden Wetter sollte der Winterschutz überprüft werden, ob sich darunter Fäulnisstellen gebildet haben oder ob sich etwa Mäuse eingenistet haben.

Februar

  1. Wenn der Boden nicht mehr allzu feucht ist, können jetzt die ersten Beete mit Hacke, Kultivator und Rechen vorbereitet werden. Sofern nicht schon im Herbst geschehen, sollte der Boden vorher umgegraben oder mit der Grabegabel tief gelockert werden. Mit dem Säen sollte dann noch ein wenig gewartet werden, bis der Boden sich gut gesetzt hat
  2. Samenstände von Halmen und Gräsern, die auch im Winter ausgesprochen dekorativ sind und den Pflanzen und Nützlingen zusätzlichen Schutz bieten, werden allmählich unansehnlich und können jetzt entfernt werden. Im Staudenbeet werden vorjährige Stängel und Laub zurückgeschnitten. Trockene und frostfreie Tage sind jetzt ideal, um reifen Kompost zu verteilen. Am besten beginnt man damit bevor die Triebe der Zwiebelblumen zu sehen sind, damit diese beim Unterharken nicht verletzt werden.
  3. Zierbäume sollten jetzt, im späten Winter, zurückgeschnitten werden, wenn die Krone kompakt und gleichmäßig bleiben soll. Sträucher die zu groß geworden sind und deren Standorte geändert werden sollen, können jetzt umgesetzt werden, bevor sie im März/April wieder austreiben. Es muss darauf geachtet werden, dass nach dem Ausgraben die Wurzeln nicht austrocknen. Nach dem Umpflanzen sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden.
  4. Gerade im Februar schwanken die Temperaturen zwischen Tag und Nacht sehr stark. Damit die Rosen nicht vorzeitig austreiben oder die Rinde platzt, sollte der Winterschutz (Reisigabdeckung und Anhäufelung) kontrolliert werden.
  5. Bei nasskaltem Wetter sollte der Rasen so wenig wie möglich betreten werden, damit sich der feuchte Boden nicht verdichtet und infolge kahle Stellen auftreten.

März

  1. Empfindliche Pflanzen, die über Winter gut mit Laub abgedeckt waren, brauchen jetzt zunehmend Licht und Luft. Eine dicke Auflage kann zudem Schnecken fördern. Zum Schutz gegen Frühlingsfröste können die Pflanzen mit locker aufgeschichteten Nadelholzzweigen oder vor kalten Nächten mit kurzfristig aufgelegten Vliesen abgedeckt werden.
  2. Beim Abräumen von Mulchschichten sowie bei Erd- und Kompostarbeiten ist auf Schneckeneier zu achten.
  3. Der Vorfrühling, von Februar bis etwa Anfang April, ist eine gute Zeitspanne für den Obstbaumschnitt, da man das Astgerüst gut überblicken kann und die allmählich aufsteigenden Säfte dafür sorgen, dass Schnittwunden schneller verheilen als im Winter. Man kann das Schneiden allerdings auch in den Spätsommer verschieben. Besonders für Kirschen und andere Steinobstarten gilt der Schnitt nach der Ernte sogar als optimaler Termin. Der Erziehungsschnitt junger Bäume sollte allerdings generell am besten im Frühjahr stattfinden. Es können jetzt noch Johannis- und Stachelbeersträucher geschnitten werden, sofern das nicht gleich nach der Ernte geschehen ist. Abgetragene Brombeerruten aus dem Vorjahr sollten spätestens jetzt unten abgeschnitten werden.
  4. Bevor das Gartenjahr richtig losgeht und das Gewächshaus voller Pflanzen steht, sollten die Scheiben von innen und außen gereinigt werden. Staub, Blütenpollen und andere Verunreinigungen müssen gründlich abgewaschen werden, am besten mit einem biologisch abbaubaren Reinigungsmittel, damit so viel Licht wie möglich durch dringen kann.
  5. Im Frühbeet oder Gewächshaus können ab Mitte März die ersten Sätze Spinat und Feldsalat, aber auch Schnittsalat gesät werden. Ebenfalls begonnen werden kann mit der Anzucht von Sommerblumen zum späteren Auspflanzen ins Freiland. Die Samen werden in Schalen oder kleinen Töpfen ausgesät und hell, aber kühl aufgestellt. Im Gewächshaus darf es sich an sonnigen Tagen tagsüber nicht zu sehr aufheizen, da die Keimlinge sonst vergeilen können. Das heißt sie bekommen lange, weiche Triebe, die leicht umknicken und anfällig für Pilzkrankheiten sind.

 April

  1. Sind alle Gartenutensilien wie Gießkannen Schläuche etc. gut in Schuss? Sind Die Gartenscheren und Klingen des Rasenmähers scharf genug und alle Motorgeräte funktionstüchtig. Jetzt steht eine Fülle an Arbeiten an und da macht gutes Werkzeug vieles einfacher. Ein regnerisches Wochenende bietet sich förmlich an nochmals alles durchzuchecken und im Herbst versäumte Wartungsarbeiten von Gartengeräten nachzuholen.
  2. Wurzelnackte Obstgehölze sowie Ballenpflanzen (mit Netz oder Tuch) sollten bis spätestens Mitte des Monats in die Erde kommen, damit sie noch sicher anwachsen. Obwohl Junggehölze im Container jederzeit gepflanzt werden können, ist auch für sie das Frühjahr ein guter Termin. Sie müssen dann nicht gleich mit praller Hitze zurechtkommen und können sich bis zum Winter prächtig entwickeln. Besonders für frostempfindliche Arten wie Aprikose, Pfirsich, Quitte, Brombeere und Kiwi empfiehlt sich eine Frühjahrspflanzung. Wurzelnackte Gehölze sollten vor dem Einpflanzen mehrere Stunden in einem Eimer Wasser stehen. Bei Container- und Ballenpflanzen muss der Erdballen gründlich angefeuchtet werden. Beim Einpflanzen ist darauf zu achten das die Veredelungsstelle deutlich über der Bodenoberfläche bleibt.
  3. Der April ist für die Frühjahrspflanzung von sommer- und herbstblühenden Stauden ideal. Ältere Stauden, die bereits mehrere Jahre stehen, verkahlen oft von innen heraus und lassen häufig in ihrer Blühleistung nach. Sie werden am besten jetzt geteilt. Die Horste werden ausgegraben, in mehrere kräftige Stücke geteilt und wieder eingepflanzt. Abgeblüht Zwiebelblumen, die nicht mehr sonderlich attraktiv aussehen, sollten noch nicht abgeschnitten werden, denn die Zwiebeln müssen noch Kraft fürs nächste Jahr sammeln.
  4. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um den Rosen einen kräftigen Rückschnitt zu verpassen, damit sie im Sommer üppig blühen. Oft verleiten die immer dicker werdenden Knospen schon viel früher zum Schnitt, doch ist die Gefahr von Spätfrösten längst nicht gebannt. Ein kräftiger Rückschnitt regt die Pflanze zu umso stärkeren Austrieb an, da alle Kraft der Wurzeln jetzt in die wenigen Augen geht. Strauchrosen werden etwas behutsamer geschnitten, denn sie sollen ja ihren natürlichen Wuchs als Strauch behalten. Die Triebe sollten etwa auf die Hälfte gekürzt werden. Kletterrosen werden nur leicht ausgelichtet. Ramblerrosen und einmal blühende Strauchrosen werden erst nach der Blüte geschnitten.
  5. Wenn ein neuer Rasen mit Aussaat angelegt werden soll ist jetzt ein idealer Zeitpunkt. Bis zum Frühsommer hat das Gras dann genug Zeit sich zu entwickeln und eine dichte Grasnarbe zu bilden
  6. Wenn es draußen noch nass und kalt ist, werden vorgezogene Jungpflanzen in etwas größere Töpfe umgetopft, damit sie nicht “verhocken“. Damit ist die Bildung eines festen Wurzelballens mit Ringwurzeln gemeint. Solche Jungpflanzen wachsen nur schwer im Beet weiter.

Mai

  1. In den Letzten Jahren sind die Eisheiligen, wegen des oft warmen Spätfrühlingswetters, etwas in Vergessenheit geraten. Dennoch können sich die eisigen Heiligen sehr deutlich zurückmelden. Wer mit dem Auspflanzen nicht bis Mitte Mai warten kann, sollte auf jeden Fall Vliese zum Abdecken bereithalten.
  2. Die Zeit zwischen Blüte und Fruchtbildung ist für den späteren Ernteerfolg von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollten Obstbäume und -sträucher bei Trockenheit regelmäßig und ausreichend gegossen werden. Wenn im Frühjahr kein Dünger oder Kompost auf die Baumscheibe ausgebracht wurde, kann jetzt noch ein organisch-mineralischer Dünger hilfreich sein. Unentbehrliche Helfer bei der Bestäubung der Obstbäume sind jetzt Wildbienen und Hummeln. Mit einem vielfältigen Blütenangebot, vom Frühjahr bis zum Herbst, sowie speziellen Nisthilfen (Insektenhotels) können diese Bestäuber unterstützt werden.
  3. Sommerblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen kommen Anfang bis Mitte Mai in die Erde. Containerstauden, -farne und -gräser können nach wie vor gepflanzt werden. Mit ihnen lassen sich gut Lücken im Beet füllen. Regelmäßiges Mulchen verhindert dass sich Unkraut im Beet breit macht. Viele Großstauden sind dankbar für eine Stütze. Diese kann mit Zweigen oder speziellen Staudenhaltern realisiert werden. Zeitig gesetzt werden sie schnell überwachsen sind kaum noch zu sehen.
  4. Anfang Mai ist der allerletzte Termin für den Formschnitt von Hecken. Da im Mai viele Singvögel schon Junge in den Nestern haben, dürfen Bäume und Sträucher jetzt nicht mehr geschnitten werden.
  5. Ein alter Gärtnertrick ist das Pinzieren von Rosen. Damit ist das Auskneifen der weichen Triebspitzen, mit Daumen und Zeigefinger, gemeint. Durch das Entfernen der Triebspitze bildet die Rose Seitentriebe aus, die allesamt Blüten tragen. Allerdinge verzögert sich dadurch die Blüte um einige Tage oder Wochen.
  6. An sonnigen Tagen kann die Temperatur im Gewächshaus schnell auf über 30 Grad steigen. Hitzeschäden und Welke sind oftmals die Folge, vor allen bei Jungpflanzen mit ihren weichen Blättern und Trieben. Deshalb sollten die Türen und Fenster des Gewächshauses tagsüber offen stehen.

Juni

  1. Gärtnereien und Gartencenter bieten jetzt zunehmend preiswerte Restverkäufe von Sommerblumen und Gemüsepflanzen an. Jetzt kann man so manches Schnäppchen machen, auch bei Containerstauden und -gehölzen. Allerdings sollte man überständige Ware sorgfältig überprüfen. Wenn sich die Pflanzen kaum noch aus dem Topf nehmen lassen, kann man zumindest die herausragenden Wurzeln begutachten. Diese sollten überwiegend weiß und frisch sein, viele braune Wurzeln lassen eher auf Fäulnis durch Staunässe schließen.
  2. Obstbäume legen teils sehr üppig Früchte „auf Vorrat“ an. Gegen Ende Juni stoßen sie dann einen Teil wieder ab, da sie nicht alle versorgen können. Nach dem natürlichen Junifruchtfall muss man teilweise noch etwas nachhelfen, damit sich die verbleibenden Früchte wirklich gut entwickeln. Bei Apfelbäumen sollte man so viele Früchte herausschneiden, dass nur noch 2-3 pro Fruchtstand bleiben. Auch stark behangene Birnen- und Pfirsichbäume sollten etwas ausgedünnt werden, ebenso wie großfrüchtige Pflaumen- und Zwetschgensorten. Bei den flach wurzelnden Beerensträuchern ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit wichtig. Dabei hilft, neben ausreichendem Gießen, eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Blattabfällen.
  3. Verblühtes an den Stauden sollte regelmäßig entfernt werden, um die Blütezeit zu verlängern. Auch unerwünschte Versamung wird dadurch verhindert. Hochwachsende Stauden können mit Staudenhaltern oder zwischengesteckten Reisern unauffällig gestützt werden, damit die Pracht bei starken Regenfällen nicht auseinander fällt. Anfang Juni können übrigens noch sommerblühende Zwiebelblumen wie Dahlien und Gladiolen gesetzt werden. Diese holen, bei den anhaltend warmen Bodentemperaturen, den Rückstand zu früher gepflanzten Exemplaren rasch auf.
  4. Wenn die Spätfrühlingsblüher unter den Gehölzen verblüht sind sollten die Samenstände ausgekniffen werden. Besonders bei Rhododendren sorgt diese Maßnahme für eine üppige Blüte im Folgejahr. Ende Juni ist der ideale Zeitpunkt für den Schnitt von Formgehölzen wie dem Buchsbaum. Sie treiben danach noch einmal richtig durch. Manche Gehölzsorten, wie der Spindelstrauch, neigen im Alter dazu, einzelne Triebe mit einfarbigen Laub zu bilden. Diese sollten sorgfältig am Ansatz herausgeschnitten werden, da sie ansonsten allmählich die panaschierten Zweige überwachsen.
  5. Je wärmer es wird desto schneller wächst der Rasen nach. Bei feuchter Witterung ist ab Juni wöchentliches mähen angesagt. Das Gras sollte nicht zu lang werden, da sonst die Halme kippen können und nach dem Mähen unschöne Lücken entstehen. Der Rasen sollte lieber selten dafür aber durchdringend gewässert werden. So wird der Rasen dazu erzogen seine Wurzeln in tiefere dauerfeuchte Bodenschichten zu schicken, und dann übersteht er auch sommerliche Trockenperioden.
  6. Stabtomaten im Gewächshaus sollten regelmäßig ausgegeizt (Seitentriebe entfernen) werden. Die Spitzen sollten an Stäben oder Schnüren aufgebunden werden. Buschtomaten brauchen nicht ausgegeizt zu werden, aber eine Unterstützung der Triebe ist auch bei ihnen sinnvoll, damit die Früchte nicht auf dem Boden liegen.
  7. Warmes, trockenes Wetter und niedrige Luftfeuchtigkeit sind Idealbedingungen für die Mottenschildlaus oder Weiße Fliege. Im Gewächshaus können sie zuverlässig mit Schlupfwespen bekämpft werden. Auch regelmäßiges Benässen von Wegen und Flächen im Gewächshaus, zum Erhöhen der Luftfeuchtigkeit, ist hilfreich.

 Juli

  1. Im Sommer wird oft das Gießen zur Hauptbeschäftigung im Garten. Gegossen werden sollte am besten morgens oder abends, nicht in der prallen Mittagshitze. Gießwasser sollte am besten temperiert sein, frisch aus der Leitung oder einem Brunnen ist es zu kalt für viele Pflanzen und kann zu Schäden führen. Am besten benutzt man Wasser das sich vorher in einer Regentonne aufgewärmt hat. Bei längerer Trockenheit muss auch der Komposthaufen gelegentlich etwas gewässert werden, damit die Rotte nicht ins stocken kommt. Auch unsere gefiederten Freunde müssen regelmäßig Trinken. Damit sie dafür nicht zu weit fliegen müssen kann man ihnen eine flache, muldenförmige Vogeltränke mit rauer Oberfläche anbieten. An der tiefsten Stelle sollte das Wasser nicht höher als 5cm stehen. Kleine Inseln aus Steinen können als Landeplatz dienen.
  2. Jetzt entwickeln sich an den Tomatenpflanzen immer mehr und größere Früchte. Da die Früchte zum Teil so groß und schwer werden dass die Pflanze sie ohne Hilfe nicht tragen kann, müssen die Rispen abgestützt werden. Braune Flecken an den Pflanzen deuten auf eine Infektion mit der Braun- und Krautfäule hin. Um die Erkrankung in Schach zu halten und eine Ausbreitung auf andere Pflanzen zu verhindern, müssen die betroffenen Pflanzenteile oder gar die ganze Pflanze in der Mülltonne (keinesfalls auf dem Komposthaufen) entsorgt werden. Tomaten sind Starkzehrer und benötigen reichlich Dünger. Spezielle Tomatendünger haben einen hohen Anteil an Kalium und Phosphor. Zu viel Stickstoff macht die Pflanzen anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten und wird nur im Jungpflanzenstadium benötigt. Gute Erfolge erzielt man auch mit verdünnter Beinwelljauche, die man alle 2 – 3 Wochen dem Gießwasser zugeben kann. Neben Kalium enthält sie die wichtigsten Nähr- und Spurenelemente und schützt durch den hohen Kalzium-Anteil vor der Blütenendfäule.
  3. Frühe Sommerblüher haben ihren Blütehöhepunkt jetzt hinter sich. Damit sie sich nicht ungewollt versamen, sollte Verblühtes regelmäßig herausgeschnitten werden. Bei den Dahlien beginnen die ersten Blüten sich zu öffnen. Je mehr Blüten für die Vase abgeschnitten werden desto mehr Blüten werden nachgebildet, auch die Blütenentwicklung an den Seitentrieben wird gefördert. Frühsommerstauden wie Rittersporn werden bis auf eine Handbreit zurüchgeschnitten, sie kommen dadurch im Spätsommer erneut zur Blüte.
  4. Junge Bäume und Sträucher, besonders wenn sie erst in diesem Jahr gepflanzt wurden, müssen bei Trockenheit ausgiebig gewässert werden, da ihre Wurzeln sich noch nicht so weit entwickelt haben, dass sie Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen können. Bei stark wachsenden Heckengehölzen kann ein zusätzlicher Sommerschnitt Ende Juli sinnvoll sein. Auf jeden Fall sollte die Hecke aber vorher nach bewohnten Vogelnestern abgesucht werden.
  5. Im Sommer muss während heißer Tage regelmäßig gewässert werden. Die Temperatur im Gewächshaus ist naturgemäß höher als im Freien und der Wasserbedarf der Pflanzen entsprechend größer. Spinnmilben können sich bei heißem, trockenen Wetter im Gewächshaus rasend schnell ausbreiten. Eine Bekämpfung ist schwierig bis unmöglich, daher ist es sinnvoll ihnen von vorn herein das Leben schwer zu machen, durch Lüften und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch morgendliches Befeuchten von Wegen

August

  1. Jetzt ist die Tomatenernte in vollem Gange. An der Tomatenpflanze bilden sich weiterhin Blüten, deren Früchte können aber vor den ersten Frösten nicht mehr ausreifen. Daher ist es ratsam, Blütenstände ab Ende August zu entfernen und bei Stabtomaten den Haupttrieb an der Spitze zu kappen. So kann die Pflanze ihre gesamte Energie in das Ausreifen der vorhandenen Früchte stecken. Das gleiche gilt übrigens auch für die Gurken im Gewächshaus.
  2. Auch die ersten Sommeräpfel werden schon im August geerntet. Diese bieten schon kurz nach der Ernte ihr volles Aroma, sind aber nur kurze Zeit lagerfähig.
  3. Für Stauden gilt nach wie vor: Verblühtes regelmäßig entfernen, bei Trockenheit wässern und bei Bedarf düngen. Bereits abgeblühte Stauden können geteilt und neu ausgepflanzt werden. Oftmals werden schon jetzt frühlingsblühende Zwiebeln angeboten. Die beste Qualität und die begehrtesten Sorten sind schnell ausverkauft, daher sollte man sich schon jetzt eindecken. Der kühle Keller ist ein guter Lagerort bis zur Pflanzzeit. Für einige im Frühling blühende Zwiebeln, wie Kaiserkronen, Steppenkerzen und Madonnenlilien, ist der August die beste Pflanzzeit. Diese blühen nur dann zuverlässig wenn sie jetzt in die Erde kommen.
  4. Der August ist ein guter Zeitpunkt für das Pflanzen von immergrünen und besonders empfindlichen Gehölzen. Sie haben dadurch Zeit für das Einwurzeln und kommen besser durch den Winter. Nach dem Pflanzen sollten sie regelmäßig und durchdringend gegossen werden. Für das Schneiden von Stecklingen ist der August der letzte Termin. Dazu werden kräftige, noch nicht verholzte Triebspitzen abgeschnitten, bis auf 3 – 4 Blätter alle anderen entfernt und der Steckling tief in Anzuchterde gesteckt. Unter einer durchsichtigen Abdeckung bewurzeln sie rasch.
  5. Rosen bereichern den Garten nicht nur mit ihren Blüten. Viele Sorten bilden nach der Blüte Hagebutten, die den Vögeln als Nahrung dienen.
  6. Um den Rasen auf den Winter vorzubereiten empfiehlt sich eine kalibetonte Düngung. Stickstoff oder Volldünger sollten nicht mehr gegeben werden. Der Rasen geht sonst mastig und weich dem Winter entgegen und ist anfällig für Krankheiten, Frost und Fäulnis.

September

  1. Noch verwöhnt uns tagsüber die Septembersonne, aber die Nächte werden schon deutlich kühler. Es lohnt sich durchaus, sich schon jetzt Gedanken über Winterquartiere für Kübelpflanzen zu machen und Abdeckmaterialien wie Fichtenreisig und Vliese bereitzulegen. So ist man vor unangenehmen Überraschungen sicher. Die Gemüsebeete leeren sich zusehends und man kann eine Gründüngung wie bspw. Phacelia aussäen
  2. Für das nächste Jahr kann auf sehr einfache Weise Samen aus vollreifen Tomaten gewonnen werden. F1-Hybridsorten sind allerdings hierfür ungeeignet. Nur samenfeste Sorten geben ihre typischen Eigenschaften unverändert weiter. Die Samen sind von einer gallertartigen Masse umgeben. Diese kann in einem Glas Wasser in 2 – 3 Tagen abgebaut werden. Danach werden die Samen in einem Teesieb nochmal gut abgespült und anschließend auf Küchenpapier getrocknet. Lichtdicht in Tütchen verpackt bleiben die Samen mehrere Jahre keimfähig.
  3. Ein Sommerschnitt bis etwa Mitte September ist für Kirschbäume und andere Steinobstbäume vorteilhaft. Solange die Bäume noch belaubt sind, verheilen die Schnittwunden besonders schnell. Das beugt dem bei manchen Bäumen auftretenden Gummifluss vor. Kirschen, Pfirsich und Co. werden deshalb am besten direkt nach der Ernte geschnitten. Auch Apfel und Birne lassen sich jetzt schneiden. Das empfiehlt sich besonders für starkwüchsige Bäume, die in ihrem Wuchs etwas gebremst werden sollen. An den Obstbäumen sollten jetzt Leimringe angebracht werden um sie vor dem Frostspanner zu schützen, dessen Raupen die Bäume verheerend schädigen können.
  4. Jetzt ist die beste Pflanzzeit für Stauden, die im Frühjahr blühen. Da der Boden noch warm ist können schnell neue Wurzeln gebildet werden, so dass die Pflanzen gut angewurzelt sind bevor die Temperaturen sinken. Vor dem Einpflanzen von Containerpflanzen muss der Topfballen in einen Eimer Wasser getaucht werden, damit er sich vollsaugen kann. Stauden die zu groß geworden sind können ausgegraben, geteilt und wieder eingepflanzt werden.
  5. Ziergräser entwickeln gerade jetzt ihren besonderen Reizund bezaubern mit der Leichtigkeit ihres Laubes und sehr dekorativen Blüten- und Samenständen. Viele von ihnen zeigen sich von ihrer schönsten Seite, wenn die Herbstfärbung einsetzt. Spät blühende Präriestauden wie Sonnenhut, Goldrute und Sonnenbraut sind eine perfekte Ergänzung und setzen mit ihren, meist gelben Blüten, Glanzpunkte. Frühjahrsblühende Blumenzwiebeln können jetzt gepflanzt werden.
  6. Immergrüne Laubgehölze und Koniferen haben jetzt die beste Pflanzzeit. Es ist noch genügend Zeit zum anwachsen und um neue Wurzeln zu bilden. Laub abwerfende Gehölze können im unbelaubten Zustand immer gepflanzt werden, solange der Boden frostfrei ist. Viele Klettergehölze, vor allem Clematis, werden am besten schon Anfang September gepflanzt.
  7. Rosen können jetzt auf den Winter vorbereitet werden. Dünne Triebe werden herausgeschnitten, Edel- und Beetrosen werden auf eine Höhe von 50 bis 60cm gekürzt. So bleibt genügend Puffer zum Zurückfrieren im Winter, die Triebe sind aber stabil genug, dass sie bei Schnee nicht umknicken.
  8. Im Rasen können jetzt Zwiebeln winterharter Frühlingsblüher wie Krokus eingesetzt werden. Die Zwiebeln können in kleinen Gruppen eingesetzt werden indem eine Rasenscholle ausgehoben und die Zwiebeln darunter gelegt werden. Um eine natürlich wirkende Krokuswiese zu erhalten wirft man die Zwiebeln am besten aus und setzt sie dort ein wo sie hinfallen.
  9. Die Brutzeit der Vögel ist nun zu Ende und die Nistkästen sind verlassen. Darum ist jetzt, bevor die Kästen von Kleintieren als Überwinterungsmöglichkeit genutzt werden, die beste Zeit sie zu reinigen. Zum einen werden dadurch darin lebende Parasiten beseitigt , die dann nicht die nächste Brut befallen. Zum anderen räumen Meisen vor der nächsten Brut nicht den Brutkasten leer, sondern bauen einfach auf das alte Nest. Dadurch rücken die Küken immer näher an das Einflugloch, wo sie leicht Beute von Nesträubern werden können.

Oktober

  1. Bei Temperaturen unter 10 Grad werden Tomaten nicht mehr rot. Grüne Früchte können aber im Haus nachreifen. Am besten erntet man die ganzen Rispen ab und legt sie an einen warmen Ort. Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad sind ideal. Licht ist zur Reifung nicht nötig. Äpfel und Bananen, die man dazulegt, geben das Reifegas Ethen ab und beschleunigen den ReifeprozessNachdem Tomaten, Gurken und Paprika abgeerntet sind und die Beete geräumt sind kann noch Wintergemüse gepflanzt und gesät werden. Feldsalat und Spinat, Pflück- und Asiasalte sorgen den ganzen Winter für frisches Grün.
  2. Fallobst sollte entfernt werden. Abgefallene Früchte unter den Bäumen werden von manchen Schädlingen zum Überwintern benutzt. Ebenso sollten Fruchtmumien, die noch an den Bäumen hängen, entfernt werden.
  3. Sommerblühende, nicht winterharte Zwiebeln und Knollenpflanzen sollten vor dem ersten Frost aus der Erde genommen werden. Bei Dahlien werden die Stängel bis auf 10cm abgeschnitten, danach sollten die Knollen abtrocknen, bevor sie ins Winterquartier kommen. Hierzu eignet sich eine mit Sand gefüllte Kiste im Keller.
  4. Ab Ende Oktober werden Rosen angehäufelt. Das heißt man schüttet um die Basis einen 15 – 20cm hohen Hügel aus Erde oder reifem Kompost auf. Dadurch ist die Veredelungsstelle vor Frost und Kälte geschützt. Die kahlen Triebe sollten mit Reisigzweigen abgedeckt werden, damit sie nicht durch Wintersonne oder kalten Wind abtrocknen. Bei Hochstämmen kann man die Krone in Jutesäcke einpacken. Auf keinen Fall sollte man Folie aus Kunststoff verwenden, unter der sich Kondenswasser und Schimmel bilden.
  5. Um zu verhindern, dass sich unter einer Laubschicht Fäulnis und Schimmel auf dem Rasen bildet, sollte man Herbstlaub von den Rasenflächen abrechen. Dafür liegt es unter den Sträuchern und zwischen den Stauden goldrichtig. Hier bildet das Laub eine natürliche Schutzdecke die beim allmählichen Verrotten den Boden mit Humus anreichert.
  6. Verblühtes sollte über den Winter stehen gelassen werden, auch wenn es in den Fingern juckt. Die Samen sind wertvolle Nahrung für Vögel und zwischen den vertrockneten Pflanzenresten finden viele Kleintiere frostfreie Verstecke.

November

  1. Jetzt wo sich sonnige Wintertage mit frostigen Nächten abwechseln können die Obstbäume mi einem schützenden Weißanstrich versehen werden, damit ihre Rinde nicht aufreißt und Eintrittspforten für Schaderreger entstehen. Weißanstrichmittel erhält man im Fachhandel.
  2. Empfindliche Stauden erhalten eine schützende Decke aus Laubmull. Auch manche Fuchsien überstehen mit einer solchen Laubschicht den Winter problemlos. Die oberirdischen Teile frieren im Winter zwar stark zurück, treiben aber im Frühling schnell wieder durch. Gräser sollten erst im Frühling zurück geschnitten werden, denn ihre Halme sind ein wichtiger Winterschutz.
  3. Der letzte Rasenschnitt sollte nicht zu tief erfolgen und am besten bei trockenem Wetter. Dann kann der Rasen beruhigt in den Winter entlassen werden.
  4. Bevor die Kübelpflanzen ins Winterquartier geholt werden, sollten diese zurückgeschnitten und einer gründlichen Schädlingskontrolle unterzogen werden. Der Vorteil eines Rüchschnittes ist auch der geringere Platzbedarf.
  5. Anstatt mit dem anfallenden Laub die Biotonne zu füllen oder es zu kompostieren kann es als Frostschutz verwendet oder auf abgeräumte Beete ausgebracht werden. Damit es nicht vom Wind verweht wird deckt man es mit etwas Erde ab. Man kann das Laub auch zu großen Haufen in einer abgelegenen Ecke des Gartens zusammen tragen. Dort kann auch Gehölzschnitt aufschichtet werden. Laubhaufen sind ideale Überwinterungsplätze für Igel, Echsen, Lurche, Insekten Spinnen und andere Kleintiere. Das Laub sollte den ganzen Winter über liegen bleiben, denn Igel erwachen erst im März aus ihrem Winterschlaf

Dezember

  1. Ist das Wasser im Garten abgestellt? Die Hähne sollten aufgedreht sein, damit die Leitungen leer laufen können. Auch Schläuche sollten leer sein, damit sie nicht durch gefrierendes Restwasser platzen.
  2. Anfang Dezember kann man die im September an den Bäumen angebrachten Leimringe erneuern und die alten über den Hausmüll entsorgen.
  3. Wintersonne und darauf folgender Nachtfrost können Immergrünen schaden, sodass eine Beschattung sinnvoll ist. Dazu kann man Sackleinen so um die Pflanze befestigen, dass diese während der Mittagsonne ausreichend beschattet wird. Zusätzlicher Winterschutz lässt sich mit eingefülltem Laub erzielen.
  4. Schneebedeckter Rasen sollte nicht betreten werden. Die gefrorenen Halme brechen und die Verletzungen sind dann Eintrittsstellen für Krankheitserreger. Außerdem bilden sich an den Trittstellen dickere Eisschichten, die nur langsam abtauen. Im Frühjahr wächst das Gras an diesen Stellen nur langsam und die Rasenfläche wird lückig.
  5. Wenn sich auf der Einhüllung an der Krone von hochstämmigen Rosen Schnee ansammelt, sollte dieser immer wieder abgeschüttelt werden, damit sie nicht unter dem Gewicht abbricht

 

 

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